„Immer nahe am Menschen sein“

7. Sep.. 2020 | #Mobilität, #Top-Thema | 0 Kommentare

Kurt Hohensinner über seine Zugänge zur Politik, Meilensteine für 2020 und welche Rolle der ÖAAB dabei spielt.

Du bist seit 2017 ÖAAB Stadtobmann. Wofür braucht es den ÖAAB heute?

Ich glaube, den ÖAAB braucht es heute mehr denn je: Eine Bewegung, die sich mit voller Kraft für die Leistungserbringer in unserer Gesellschaft einsetzt. Für jene, die tagtäglich arbeiten, vom Büro- oder Handelsangestellten, über Polizisten bis hin zu Lehrern. Als ÖAAB sind wir gefordert, dafür zu sorgen, dass sich diese Arbeit lohnt und sich Menschen in ihrer Arbeitswelt entfalten und dadurch etwas schaffen können. Dafür braucht es Rahmenbedingungen, im Arbeitsumfeld, aber auch darüber hinaus: Kinderbetreuungsplätze, Schulen, aber auch Sport- und Freizeitangebote. Der ÖAAB war und ist immer nahe am Menschen. Auch dann, wenn es dem Menschen einmal nicht so gut geht. Deshalb ist es nur logisch, dass der ÖAAB zuletzt auch immer eine treibende Kraft für ein faires und gerechtes Sozialsystem war.

Inwieweit fließen diese Visionen und Ziele in deine tägliche Arbeit als Stadtrat ein?

Ich habe eine klare Vision, die sehr stark auf diesen Zugängen beruht: Jede Grazerin und jeder Grazer soll seine Talente bestmöglich entfalten und einbringen können. Ganz besonders gilt das natürlich für unsere Kinder. Das heißt gerade hier investieren wir sehr viel Geld in den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Gleichzeitig wollen wir die Bürgerinnen und Bürger dort abholen und begleiten, wo sie es brauchen. Sei es mit Bildungsangeboten für Jungfamilien oder auch im Sozialbereich. Seit Beginn meiner politischen Tätigkeit setze ich mich besonders stark für das Ehrenamt und aufgrund meiner Ausbildung als Behindertenpädagoge natürlich für Menschen mit Behinderung ein. Das Aufstellen der Tastminiaturen der Grazer Sehenswürdigkeiten war ja eine meiner ersten politischen Initiativen.

Du verantwortest ein sehr großes Ressort. Was sind die Meilensteine für das Jahr 2020?

Mit Schwarz-Blau sind wir in Graz sehr gut unterwegs. Nicht umsonst haben wir gerade eine Weiterentwicklung unseres Regierungsprogrammes, die so genannte Agenda Plus, präsentiert. Vom ursprünglichen Programm haben wir bereits rund 85 Prozent abgearbeitet. Dadurch konnten wir jetzt mehr als 80 neue Punkte mit aufnehmen. In meinem Ressort ist für 2020 einiges geplant. Wir werden unseren Ausbaukurs in Sachen Schule und Kinderbetreuung fortsetzen. Im Herbst 2020 werden wir 13 neue Gruppen (2 Kinderkrippe, 2 Kindergarte) in das städtische Modell aufnehmen. Bei den Schulen haben wir gerade eine neue Volksschule in Andritz beschlossen und arbeiten an den Details für Puntigam. Im Sozialbereich werden wir uns verstärkt dem Kampf gegen Vereinsamung widmen. Wir haben hier einen eigenen Fördertopf geschaffen und wollen bis April einen Aktionsplan zu diesem wichtigen Thema erarbeiten. Und auch im Sport bewegt sich vieles. Vor allem sind wir in den Vorbereitungen für das Sportjahr 2021. Dann wird die Stadt ein Jahr lang ganz im Zeichen des Sport stehen. Das wird ein toller Meilenstein.

Danke für das Gespräch!

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